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  • Titel
    Zustand der Tiroler Wälder. Bericht über das Jahr 1997 : Untersuchungen ueber den Waldzustand und die Immissionsbelastung in Tirol : Bericht an den Tiroler Landtag 1998
  • Körperschaft
  • Erscheinungsort
    Innsbruck
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1998
  • Seiten
    122 S.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    13506
  • Datensatznummer
    102187
  • Quelle
  • Abstract
    Entsprechend der im Jahre 1994 festgelegten Vorgangsweise, die Waldzustandsinventur mit der neuentwickelten Verjüngungszustandsinventur jährlich abzuwechseln, wurde im Jahre 1997 die Waldzustandsinventur wieder durchgeführt. 1997 waren im Tiroler Gesamtwald 37% der Bäume nicht gesund. Dies bedeutet leider eine geringfügige Verschlechterung gegenüber der im Jahre 1995 durchgeführten Inventur. Die Tatsache, daß dabei der Anteil der stark geschädigten Bäume abgenommen hat und die Steigerung des Schädigungsgrades auf die Zunahme bei den leicht geschädigten Bäumen zurückzuführen ist, läßt wohl die Feststellung zu, daß im langjährigen Durchschnitt eine Stabilisierung des Schädigungsgrades eingetreten ist. Trotzdem gibt der angedeutete Trend Anlaß zur wachsamen Sorge. Unerfreulich jedoch ist die Entwicklung im Schutzwaldbereich, wo der durch die Kronenverlichtungen sichtbar gemachte Schädigungsgrad wieder sehr deutlich zugenommen hat. Vor allem in den Nordalpen, aber auch wieder in den Zentralalpen zeigt sich diese Verschlechterung. Die Ursachen hiefür sind sicher vielfältig. Vor allem hat sich aufgrund der letzten Untersuchungen gezeigt, daß nicht nur die kontaminierten Niederschläge in Form von Regen und Schnee die Situation verschlechtern, sondern vor allem auch der schadstoffhaltige Nebel, aus dem die Schadstoffe durch die Baumkronen ausgekämmt werden. Ein wesentlicher Faktor ist jedoch die bestehende une zunehmende Überalterung der Schutzwaldbestände. Die kostspielige und vom Waldbesitzer allein nicht zu bewältigende Verjüngung dieser ausgedehnten Bestände geht offensichtlich immer noch zu langsam vor sich und sollte unbedingt unter Ausschöpfung aller Möglichkeiten noch entschlossener und schneller vorangetrieben werden. Wir haben daher dafür gesorgt, daß durch Bereitstellung zusätzlicher Landesmittel die Verjüngung und damit Revitalisierung dieser gefährdeten Altbestände zügig fortgesetzt werden kann. Außerdem zeigt sich, daß die festgelegten Schadstoffgrenzwerte zum Schutze der menschlichen Gesundheit für die wesentlich empfindlichere Pflanzenwelt zu hoch sind.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
10001054N13506MonographieBüchermagazinVerfügbar