Titel
Die Fichte im norddeutschen Flachland : Anbauwürdigkeit und waldbauliche Behandlung
Verfasser
Erscheinungsort
Radebeul
Erscheinungsjahr
1959
Seiten
121 S.
Illustrationen
96 Abb., 90 Lit. Ang.
Material
Monographie
Standardsignatur
6324
Datensatznummer
100912
Abstract
Die Fichte wird in dem außerhalb ihrer natürlichen Verbreitung gelegenen nordostdeutschen Diluvialgebiet seit mindestens zweieinhalb Jahrhunderten forstliche kultiviert. Das durchschnittliche Höhenwachstum der Fichtenbestände entspricht weitgehend dem Gang der Fichtenertragstafel für starke Durchforstung von Wiedemann 1936/1942. Allerdings ist zwischen dem Alter 50 und 120 Jahre ein Absinken um etwa 0,3 bis 0,5 Ertragsklassen gegenüber der Ertragstafel festzustellen. Zwischen den Höhenwuchsleistungen von Fichtenbeständen auf verschiedenen Lehm- und lehmbeeinflußten standorten im klimatisch begünstigten Nordteil des Untersuchungsgebietes sowie auf unterschiedlich grundwasserbeeinflußten Standorten im Gesamtgebiet bestehen praktisch keine Unterschiede. Die mittleren Leistungen liegen hier zwischen der I. und der II. Ertragsklasse. Bei den Sandstandorten im Nordteil ergeben sich zwischen den reichen Sanden (Sa) mit etwa I,5 Ertragsklasse und den kräftigen Sanden (Sb) mit einer schwachen II. Ertragsklasse sowie den mittleren Sandstandorten (Sc) mit etwa III. bis IV. Ertragsklasse deutliche Unterschiede. Bei sonst gleichen Standorten wirken sich Mulden-, Unterhang- und Mittelhanglagen fördernd, Kuppen- und Hangkantenlagen gegen die Hauptwindrichtung mindernd auf die Höhenwuchsleistung aus. Bei grundwasserfreien Lehm- und Sandstandorten nimmt unter sonst gleichen Bedingungen die Höhenwuchsleistung vom Norder des Untersuchungsgebietes zum Süden ab. Dabei spielen neben den klimatischen Faktoren auch die geologischen Verhältnisse eine Rolle.