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  • Titel
    Projekt Waldoekosystemforschung - Waldbodensanierung. Abschliessender Bericht
  • Körperschaft
  • Erscheinungsort
    Bregenz
  • Erscheinungsjahr
    1993
  • Seiten
    157 S.
  • Illustrationen
    zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    12079
  • Datensatznummer
    100883
  • Geschichte
    Früherer Titel: Lebensraum Vorarlberg
  • Quelle
  • Abstract
    Die Vorarlberger Bodenzustandserhebung 1986 liess erkennen, dass ein hoher Prozentsatz der untersuchten Waldboeden starke Degradationserscheinungen aufwies. Daraus resultierten Ueberlegungen, Sanierungs- bzw. Regradationsversuche durchzufuehren und eine in der Praxis anwendbare Methode fuer die Revitalisierung von Schutzwaldbestaenden zu entwickeln. Das urspruenglich 1987 von der Fa. OeKO-Datenservice GmbH vorgeschlagene Pilotprojekt "Waldbodensanierung" sah eine Gesteinsmehlapplikation auf sechs Waldstandorten Vorarlbergs vor. Dabei sollten Flaechen von 1,2 bis 1,5 ha mit den Gesteinsmehlen behandelt werden, die aufgrund vorausgehender Bodenuntersuchungen durch Mischung mit Neutralsalzen und dolomitischem Kalk auf die einzelnen Standorte abgestimmt wurden. Auf den Applikationsflaechen und auf direkt angrenzenden unbehandelten Referenzflaechen sollte die Bodenentwicklung ueber einen Zeitraum von fuenf Jahren beobachtet werden. Mit dieser Massnahme sollte eine praxisorientierte Vorgangsweise fuer kuenftig notwendige Waldbodensanierungen erarbeitet werden. Vor allem von Seiten des Natur- und Landschaftsschutzes wurden Bedenken gegen das Vorhaben angemeldet, da durch solche Massnahmen nicht nur das Subsystem "Boden", sondern das Gesamtoekosystem "Wald" beeinflusst wird. Der Projektvorschlag wurde daraufhin um begleitende Untersuchungen in den Disziplinen Forstoekologie, Pflanzensoziologie, Bodenmikrobiologie (Enzymatik und Mykorrhiza) und Bodenzoologie erweitert. Da in den Bereichen Mikrobiologie und Bodenzoologie ein wesentlicher Teil der Arbeiten dem Bereich der Grundlagenforschung zuzurechnen war, erklaerte sich das BMfWuF zur Uebernahme der halben Kosten bereit. Etwas spaeter beschloss die Landesforstbehoerde, ein Projekt zur Erprobung neuer Luftbildauswertemethoden fuer die Waldzustandsbeurteilung auf die betroffenen Flaechen auszudehnen. Aufgrund der Bedenken seitens des Natur- und Landschaftsschutzes wurde auch die urspruenglich angestrebte Dosierung der Gesteinsmehle auf die Haelfte reduziert. Die von der Landesforstbehoerde ausgewaehlten Projektstandorte in den Bereichen Pfaender (Molasse), Nenzing (Flysch, Oberostalpin) und Kristberg (Kristallin) wurden im Herbst 1987 mit den Gesteinsmehlen behandelt. Dabei wurden in Zusammenarbeit mit Militaerkommando Vorarlberg 30 kg-Saecke rasterfoermig (8x8m) ausgelegt und mit Schaufeln auf die entsprechende Flaeche ausgestreut. Da den Wissenschaftern der Begleitdisziplinen diese Ausbringungsart fuer die wissenschaftlich exakte Untersuchung zu unregelmaessig erschien, wurde 1988 zusaetzlich ein Streifen von ca. 80x15m auf den nicht behandelten Vergleichsflaechen unter Beachtung moeglichst genauer Verteilung der Gesteinsmehle appliziert. Im Laufe der Untersuchungen wurde an der Standortauswahl Kritik dahingehend geaeussert, dass einerseits z.T. nicht sanierungsbeduerftige Standorte, andererseits solche mit grossen Inhomogenitaeten sowohl im Boden als auch im Pflanzenbestand ausgesucht wurden. Dadurch wurde zum einen die statistische Interpretation der Ergebnisse speziell bei schwachen Auswirkungen erschwert. Zum anderen ergaben sich Moeglichkeiten, die Auswirkungen der Gesteinsmehle auf stark durchnischte Waldoekosysteme zu studieren. Projektziele - Durch die Anwendung von basischen Silikat-Gesteinsmehlen anstelle einer reinen Kalkung erwartete man sich, dass die Einwirkungen auf die verschiedenen Oekosystemteile nicht schockartig, sondern aufgrund langsamerer Verfuegbarkeit ueber einen laengeren Zeitraum erfolgt. Es sollte eine Auswaschung der zugefuehrten Stoffe oder durch sie mobilisierter Stoffe (speziell Nitrat) in andere Oekosystemkompartimente moeglichst vermieden werden. Dadurch sollten die eingebrachten Basen und Naehrstoffe im Kreislauf behalten werden. Ihre langsame Tiefenverlagerung sollte Barrieren fuer das Bodenleben, die sich durch die Bodendegradation bzw. durch die Einwirkung anthropogener Immissionen gebildet hatten, ueberwinden helfen, sodass wieder ne...
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
141784712079ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar