Etwa vom Jahre 1950 ab hat man im inneren Bayerischen Wald damit begonnen Forststraßen mit Schwarzdecken zu versehen. Veranlaßt wurde diese Massnahme einerseits durch die grossen Steigungen, sie liegen im Durchschnitt zwischen 7 und 13 %, steigen aber auf manchen Strecken auf 20 % an, und andererseits durch die hohen Niederschläge, die im Mittel 1300 mm betragen. Beide Faktoren bedingen erhebliche Erosionsschäden an den Straßendecken und damit einen beträchtlichen Aufwand für deren Unterhaltung. Die vorliegenden Untersuchungen über Schwarzdecken auf Forststraßen wurden auf das Forstamt Zwiesel-Ost beschränkt, weil hier verhältnismäßig gute, über 20 Jahre reichende Unterlagen vorliegen. Bei der Erhebung der einzelnen Daten ergaben sich insoferne Schwierigkeiten, als in den forstamtlichen Verbuchungen nicht immer scharf zwischen den verschiedenen Ausgabenposten getrennt worden ist und die verwendeten Materialmengen nicht in jedem Fall für eine bestimmte Baustelle festgelegt werden können. Alle Erhebungen wurden an bereits gebauten Straßen durchgeführt. Besonders angelegte und kontrollierte Versuchsstrecken standen nicht zur Verfügung. Im ganzen wurden 9 Straßen des Forstamts Zwiesel-Ost untersucht. Sie liegen zwischen 700 und 1100 m über MH. Es sind 3 Talstraßen und 5 Hangstraßen.