Der Klimawandel macht sich in Österreich immer deutlicher bemerkbar, er ist durch Messungen und Beobachtungen belegt und geht rascher vor sich als im globalen Mittel (APCC14). Österreich widmet sich daher bereits seit einigen Jahren verstärkt der Frage, wie man dem Klimawandel auch im eigenen Land bestmöglich begegnen kann. Die Österreichische Strategie zur Anpassung an den Klimawandel wurde im Oktober 2012 vom Ministerrat verabschiedet und im Mai 2013 von der Landeshauptleutekonferenz zur Kenntnis genommen. Österreich war damit unter den ersten EU-Staaten, die ein strategisches Konzept zur Klimawandelanpassung mit einem umfassenden Aktionsplan zur Umsetzung konkreter Handlungsempfehlungen verknüpften. Seither läuft die Implementierung von darin genannten Maßnahmen. Im Jahr 2015 wurde entsprechend dem Auftrag aus dem Regierungsprogramm eine erste Evaluierung des Umsetzungsstands veröffentlicht. Dieser Fortschrittsbericht wurde ebenfalls von Bund und Ländern beschlossen. Mit dem Übereinkommen von Paris (UNFCCC 2015) wurde erstmals ein weltweit rechtlich bindendes Klimaschutzabkommen mit Verpflichtungen für Industrie- und Entwicklungsländer verabschiedet. Die Anpassung an den Klimawandel wird dem Klimaschutz als gleichwertiges Ziel gegenüber gestellt. Österreich verfolgt schon seit einigen Jahren dieses zwei Säulen-Prinzip in der Klimapolitik, das einerseits auf Reduktion der Treibhausgasemissionen zur direkten Minderung des Klimawandels, andererseits auf Anpassung an jene Auswirkungen der Klimaänderung setzt, die nicht mehr vermeidbar sind. Anpassung an den Klimawandel muss sich am jeweils aktuellsten wissenschaftlichen Kenntnisstand und aktuellen politischen Rahmenbedingungen orientieren. In Erfüllung des Auftrags des Ministerrats wurde daher die bestehende Anpassungsstrategie aus dem Jahr 2012 aktualisiert. Die Strukturierung blieb erhalten, das Gesamtdokument gliedert sich in einen strategischen Teil (Kontext) und in einen Aktionsplan mit konkreten Handlungsempfehlungen. In die überarbeitete Fassung der Strategie, in die u.a. alle betroffenen Ressorts, die Länder, Interessensvertreter, Stakeholder und NGOs eingebunden waren, wurden auch wesentliche Ergebnisse des Fortschrittsberichts (2015) integriert. In Austria, climate change is making itself more and more clearly noticeable. Its existence is demonstrated
by measurements and observations, and it is proceeding faster than the global average (APCC14). For some years now, Austria has increasingly devoted itself to the question of how best to tackle climate change in its own country. The Austrian Strategy for Adaptation to Climate Change was adopted by the Council of Ministers in October 2012 and was endorsed by the Provincial Governors’ Conference in May 2013. Austria was thus one of the first EU member states to link a strategic concept for adaptation to climate change with a comprehensive action plan for implementing concrete recommendations for action. The implementation of measures listed in the plan has been under way since then. In 2015, an initial evaluation of the level of implementation was published in accordance with the government program mandate. This progress report was also adopted by the Federal and by the Provincial governments. For the first time, the Paris Agreement (UNFCCC 2015) adopted a legally binding global climate change agreement with commitments for industrialized and developing countries. Adaptation to climate change is
treated as an objective of equal importance with mitigation. Austria had been pursuing this two-pronged principle in climate policy even before this international decision, focusing on the one hand on the reduction of greenhouse gas emissions to directly mitigate climate change and, on the other, on adapting to the effects of climate change that can no longer be avoided. Adaptation to climate change must be based on the most up-to-date scientific knowledge and current political conditions. In fulfillment of the mandate of the Council of Ministers, the existing 2012 adaptation strategy has therefore been updated. Its structure has been preserved; the overall document is divided into a strategic part (context) and an action plan with concrete recommendations for action. In the revised version of the strategy, in which among other things all relevant ministries, the states, representatives of special interest groups, stakeholders and NGOs were involved, key findings from the 2015 progress report have also been integrated.