Titel
Veränderung des mineralogischen Stoffbestandes in Böden aus pleistozänen Sedimenten Nordwestdeutschlands und deren Bedeutung für die Elementfreisetzung
Verfasser
Körperschaft
Universität Göttingen. Forschungszentrum Waldökosysteme
Erscheinungsort
Göttingen
Verlag
Universität Göttingen. Forschungszentrum Waldökosysteme
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
201 S.
Illustrationen
zahlr. Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
12164
Datensatznummer
70477
Quelle
Berichte des Forschungszentrums Waldökosysteme. Reihe A; Nr. 172
Abstract
Die Abschätzung der Nährelementfreisetzung und Protonenpufferung in Waldböden stellt in der Ökosystemforschung ein vieldiskutiertes Problem dar. Aus der Kenntnis des mineralogischen Stoffbestandes können Fragen nach der Höhe und langfristigen Aufrechterhaltung dieser Parameter beantwortet werden. Unter diesem Aspekt wurden verschiedene Waldböden aus Geschiebelehm, Geschiebedecksand, Geschiebemergel und Löß Nordwestdeutschlands hinsichtlich ihres mineralogischen Stoffbestandes, dessen Veränderungen durch Bodenentwicklung sowie ihrer Elementfreisetzung untersucht. Die chemische und mineralogische Zusammensetzung von bis zu dreizehn Korngrößenfraktionen des Feinbodens wurde ermittelt. Quarz, Feldspäte, Glimmer/Illit, verschiedene aufweitbare Dreischichtsilicate und Kaolinit wurden mittels der Röntgenbeugungsanalsyse, chemischen Analyse, der Wasserfreisetzung ab einer bestimmten Temperatur, IR-Spektroskopie und der Kationenaustauschkapazität bestimmt. Feldspäte und Dreischichtsilicate werden in jeweils drei Phasen unterschieden. Es wurden Gesamtmassenbilanzen, mineralogische und chemische Bilanzen unter Verwendung von Quarz der Fraktion 2-2000 öm als Index erstellt. Zur Kennzeichnung aktueller Bedingungen der Elementfreisetzung wurden Langzeitextraktionen am Feinboden durchgeführt und zur Abschätzung der Verwitterungsraten das Modell PROFILE eingesetzt.