Titel
Waldschutzsituation 2011 in Österreich
Verfasser
Christian Tomiczek (*)
Thomas L. Cech
Ute Hoyer
Hannes Krehan
Bernhard Perny
Gottfried Steyrer
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Bundesforschungszentrum für Wald - BFW
Erscheinungsjahr
2012
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
12531
Datensatznummer
200177240
Quelle
Forstschutz Aktuell 2012, (56) : Forstschutzsituation 2011 in Österreich - Erhebungen und Diagnosen des BFW und Dokumentation der Waldschädigungsfaktoren 2011; S. 3-10
Abstract
Österreichs Wald ist 2011 von großen, neuen Schadensereignissen weitgehend verschont geblieben. Eine herausragende Bedeutung hatten nach wie vor die Borkenkäferschäden mit einem Schadensausmaß von 1,6 Millionen Festmeter. Obwohl zunächst die warme und trockene Witterung des ersten Halbjahres noch einen weiteren Anstieg der Schäden befürchten ließ, stellt dies das niedrigste Schadensniveau seit neun Jahren dar. Abiotische Schadfaktoren hatten geringe Bedeutung.
Schäden durch Sturm und Schnee wurden in einer Höhe von rund 530.000 Festmetern dokumentiert. Frost- und Frosttrocknis-Schäden wurden in den nördlichen und östlichen Regionen verzeichnet. Unwetter mit Hagelschäden nahmen zu. Das Eschentriebsterben (Hymenoscyphus pseudoalbidus)
breitete sich de facto auf ganz Österreich aus, die Befallsintensität ist gestiegen und das Absterben vor allem älterer Eschen hat zugenommen. Nadelpilze der Fichte wurden 2011 hauptsächlich in der Westhälfte und im Norden Österreichs beobachtet, die Rußige Douglasienschütte (Phaeocryptopus gaeumannii) war im Osten bedeutend. Kronenschäden der Europäischen Lärche waren vor allem
von Salzburg ostwärts auffällig und der Symptomkomplexwurde in mehreren Bundesländern analysiert.
Das Befallsgebiet von Mycosphaerella dearnessii (Lecanosticta-Krankheit der Kiefer) weitete sich aus, die Krankheit ist nunmehr in allen Bundesländern mit Ausnahme von Wien, Kärnten und dem Burgenland vor handen. In Braunau am Inn blieb die Situation hinsichtlich des Asiatischen
Laubholzbockkäfers Anoplophora glabripennis entspannt: 2011 wurde kein befallener Baum festgestellt.Schlüsselworte: Forstschutzsituation, Österreich, abiotische Schäden, Krankheiten, Schädlinge