• Titel
    Wintertourismus beeinflusst das Verhalten und die Stressphysiologie des Auerhuhns
  • Paralleltitel
    Winter tourism influences the behaviour and the stress physiology of the capercaillie = Le tourisme hivernal influence le comportement et la physiologie de stress du grand tétras
  • Verfasser
    Pierre Mollet (*)
    Dominik Thiel (*)
  • Erscheinungsort
    Zürich
  • Verlag
    Schweizerischer Forstverein
  • Erscheinungsjahr
    2009
  • Illustrationen
    7 Abb., 18 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    629
  • Datensatznummer
    200160025
  • Quelle
    Schweizerische Zeitschrift für Forstwesen 2009, 160(10) : Wald und Wildtiere; S. 311-317
  • Abstract
    In der vorgestellten Studie wurde untersucht, ob die Fluchtdistanz, die Raumnutzung und die Stresshormonphysiologie des Auerhuhns (Tetrao urogallus) von der Anwesenheit vieler sporttreibender Menschen während des Winters beeinflusst werden. Auerhühner hatten in Gebieten mit hoher Wintersportintensität zumeist grössere Fluchtdistanzen und höhere Konzentrationen an Stresshormonen im Blutserum als in Gebieten mit wenig Tourismus. Innerhalb ihrer Streifgebiete mieden die meisten Hühner diejenigen Waldbestände, in denen die Intensität des Wintertourismus hoch war. Diese Resultate lassen den Schluss zu, dass intensiver Wintertourismus für das Auerhuhn problematisch sein kann. Es wird empfohlen, in den wichtigsten Auerhuhnlebensräumen auf das Errichten neuer Erholungsanlagen und Erschliessungen zu verzichten. Wichtige Lebensräume, die schon heute unmittelbar neben touristisch intensiv genutzten Gebieten liegen, können je nach Situation mittels Wildruhezonen mit Betretungsverbot oder mit Wegegeboten deutlich aufgewertet werden.
  • Schlagwörter
    Tetrao urogallus, Lebensraumnutzung, Fluchtdistanz, Stressphysiologie, Stresshormon, Wildbeunruhigung, Wintertourismus, Schweiz
  • Klassifikation
    156.2, 151, 148.2, 907.2, [494]