Titel
Biogaspotenziale in Brandenburg: Methodik großräumiger GIS-Analysen unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien
Paralleltitel
Biogas potentials in federal state Brandenburg: Method of GIS based analysis considering sustainable aspects
Verfasser
Sybille Brozio (*)
Hans-Peter Piorr (*)
Mirella Zeidler (*)
Frank Torkler
Erscheinungsort
Berlin
Verlag
Deutscher Landwirtschaftsverlag
Erscheinungsjahr
2009
Illustrationen
8 Abb., 5 Tab., 18 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
8541
Datensatznummer
200155027
Quelle
Archiv für Forstwesen und Landschaftsökologie 2009, 43(1); S. 28-37
Abstract
Seit Einführung des Erneuerbare Energiegesetzes (EEG) steigt die Anzahl der Bioenergieanlagen in Deutschland rapide. Dabei wächst die Konkurrenz um die landwirtschaftlichen Nutzflächen für die Erzeugung agrarischer Rohstoffe für den Nahrungs-, Futtermittel- und Bioenergiesektor. Unter Berücksichtigung der Regeln für eine nachhaltige Landwirtschaft und gute fachliche Praxis wurden an der Fachhochschule Eberswalde regionale Biomassepotenziale auf der Basis der Standorteigenschaften (Ackerzahl, Niederschlag) mittels eines Biomasse-Ertragsmodells (Brozio et al. 2006) berechnet. Die Ergebnisse der Potenzialanalysen für die Gesamtbiomasse und die Produktlinie Biogas werden im Artikel näher erläutert. Nahrungsmittel-, Futtermittelbedarf und Einstreu in der Stallhaltung wurden berücksichtigt. Als wesentliches Nachhaltigkeitskriterium wurde eine ausgeglichene bzw. positive Humusbilanz einbezogen, so dass die Potenziale als nachhaltig verfügbar für die energetische Nutzung anzusehen sind. Als wesentliche Planungsgröße wurden Ertragsdepressionen in Trockenjahren als einschränkender Faktor berechnet. Das Biogaspotenzial in Brandenburg reicht von einem Minimum von 211 Anlagen bis maximal 378 Anlagen mit einer Kapazität von je 500 kWel. und jährlich 8000 Volllaststunden.