Titel
Ingenieurgeologische Erfahrungen beim Bau des Frässtollens Wöllabachbeileitung in der Kreuzeckgruppe in Kärnten, Österreich
Verfasser
Friedrich Wolfgang Marsch (*)
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Österreichische Geologische Gesellschaft
Erscheinungsjahr
1987
Illustrationen
3 Abb., 2 Tab., 1 Taf., 13 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
14239
Datensatznummer
200153853
Quelle
Mitteilungen der Österreichischen Geologischen Gesellschaft. 80. Bd.; S. 157-171
Abstract
Wesentliche Beiträge des Geologen im Stollenbau vor bzw. nach Hohlraumöffnung werden aufgezeigt: Prognosen mit geologischen, geophysikalischen und geotechnischen Methoden verfolgten das Ziel, zerrüttete und mylonitdurchsetzte Bereiche im zu durchörternden Gebirge zu erkunden und baugeologisch zu beurteilen. Nach Aufschließung zeigt die geologische Stollenaufnahme (Dokumentation) bereichsweise gute Übereinstimmung in bezug auf tonige Ultramylonite und mächtigere kataklastische Zonen. Der maschinelle Streckenvortrieb mit einer Tunnelfräse hat sich bei geringem Stollendurchmesser, den aufgefahrenen Gesteinen des Ostalpinen Altkristallins sowie den gegebenen hydrologischen Verhältnissen günstig ausgewirkt. Nachbruchgefährdete Zonen sollen jedoch unmittelbar nach Hohlraumöffnung entsprechend abgesichert werden. Auf tonige Ultramylonite ist besonders Bedacht zu nehmen. Entsprechend dem Zeitgeist werden Fragen des Umweltschutzes in Zusammenhang mit dem Kraftwerksbau erörtert: Einem Festhalten des gegenwärtigen Ist-Zustandes (Geologische und ökologische Kartierungen, Bohrbrunnen) können bauliche Maßnahmen (Kavernenkraftwerk, unterirdische Verrohrung, etc.) oder ein teilweiser Verzicht auf energetische Nutzung folgen. Naturkatastrophen können häufig verhindert bzw. gemildert werden. Trotzdem erscheinen dem Verfasser manche Probleme noch ungelöst.