• Titel
    Dezentrale Hochwasservorsorge und Feinerschließung
  • Verfasser
    Klaus von Wilpert (*)
  • Erscheinungsort
    Freiburg im Breisgau
  • Verlag
    Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg
  • Erscheinungsjahr
    2009
  • Illustrationen
    3 Abb., 12 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    14013
  • Datensatznummer
    200153306
  • Quelle
    Walderschließung und Bodenschutz : Bodenverformung Erosion Hochwasserschutz : Abschlusskolloquium des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes : "Entwicklung und Praxiserprobung eines Testkits zur Lokalisierung bodenmechanisch vorbelasteter Bodenareale von Forststandorten und die Einbeziehung dieser Fahrlinien in zukünftige Konzepte der Waldpflege und Holzernte" in Freiburg vom 6. bis 7. März 2008; S. 127-134
  • Abstract
    Klimamodelle zum Klimawandel lassen befürchten, dass auch in Waldgebieten signifikant häufiger mit Hochwassersituationen gerechnet werden muss. Wälder galten bisher als Garant zum Schutz vor Hochwasser. Die Heftigkeit der beobachteten Hochwässer haben aber offensichtlich das Retentionsvermögen der betroffenen Waldgebiete überfordert. Prinzipiell und mit hoher Sicherheit kann dem durch Hochwasserwellen ausgelösten Schaden nur durch den Bau entsprechend dimensionierter Rückhaltebecken vorgebeugt werden. Solche "großtechnischen" Präventionsmaßnahmen sind jedoch teuer, generieren einen nicht unerheblichen Landschaftsverbrauch und sollten deshalb nur dann zum Zuge kommen, wenn der Bedarf mit hoher Sicherheit belegt ist und/oder alternative dezentrale Präventionsmaßnahmen entweder wenig wirksam, oder bereits "ausgereizt" sind. Folgende dezentrale Präventionsmaßnahmen haben ein gewisses Potential zur Hochwasservorsorge: Strikte Vermeidung flächiger Befahrung, Schaffung von Bestandesstrukturen, die stabile Oberbodenstrukturen mit hoher Wasserdurchlässigkeit schaffen und damit die flächige Infiltration fördern, flächiges Einleiten des Wassers von Wegen in angrenzende Bestandesflächen, Schaffung von dezentralen Retentions- und Versickerungsräumen. Sowohl in Bezug auf das Hochwasser - Risiko aus bewaldeten Einzugsgebieten unter veränderten Klimabedingungen, als auch in Bezug auf das Vorsorgepotential dezentraler Gegenmaßnahmen besteht erheblicher Forschungsbedarf.
  • Schlagwörter
    Hochwasservorsorge, Hochwasserrückhalt, Tiefenversickerung, Oberflächenabfluss, Feinerschliessung
  • Klassifikation
    116.28, 383.2, 116.25, 116.3