• Titel
    Pilzsukzession im Bereich von Bohrgängen von Trypodendron domesticum an stehenden Buchen
  • Paralleltitel
    Fungal succession in boreholes of Trypodendron domesticum in standing beech trees
  • Verfasser
    Berthold Metzler (*)
    Ulrike Hecht (*)
  • Erscheinungsort
    Trippstadt
  • Verlag
    Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz
  • Erscheinungsjahr
    2006
  • Illustrationen
    9 Abb., 10 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    12142
  • Datensatznummer
    200135479
  • Quelle
    Strategien zur Sicherung von Buchenwäldern; S. 139-147
  • Abstract
    Es war Ziel der Untersuchung, die pilzliche Besiedelung der Bohrgänge des Laubnutzholzborkenkäfers Trypodendron domesticum in stehenden Buchen zu verfolgen. Neben frischen und abgeschlossenen Brutsystemen galt das Interesse insbesondere den vorzeitig abgebrochenen Brutversuchen. Daraus sollten Informationen zur zeitlichen Entwicklung der Holzqualität in den betroffenen Bäumen gewonnen werden. Insgesamt wurden 26 Bohrgänge von T. domesticum von 11 stehenden und 2 liegenden Buchen aus Rheinland-Pfalz untersucht. Einbohrungen durch T. domesticum an stehenden vitalen Bäumen ohne Kambiumnekrosen körmen von den Bäumen nachhaltig gesund überwallt werden. Nicht selten sind hier die Bohrgänge nur sehr kurz und das umgebende Holz ist nicht oder nur im Millimeterbereich verfärbt. Offensichtlich ist der Saftdruck mancher Bäume immer noch groß genug, um die Käfer bald wieder zum Verlassen der Bohrgänge zu zwingen. Vorzeitig verlassene Bohrgänge bleiben mikrobiologisch fast steril. Keime von Phialophora fastigiata bleiben auf die Bohrgänge beschränkt und verbreiten sich nicht im benachbarten Holz, vermutlich wegen der Sauerstoffarmut im saftführenden Holz. Damit bleibt das Holz frei von pilzlichen Beschädigungen. Bei den Pilzen, die von den Käfern systematisch oder zufällig eingeschleppt werden, handelt es sich neben Ambrosiapilzen vor allem um Ph. fastigiata, einen Bläuepilz von geringer Virulenz. Es gibt keine Hinweise, dass Holzzerstörer durch die Käfer eingeschleppt werden. Vielmehr erscheinen diese erst nach Abschluss der Brut, oder sie dringen über unabhängig davon entstandene Rindennekrosen in das Holz ein. Nach erfolgreicher Brut ist innerhalb einer Vegetationsperiode eine weitgehende Entwertung des Holzes durch oxidativen Einlaufund holzzerstörende Pilze zu erwarten.
  • Schlagwörter
    Fagus sylvatica, Trypodendron domesticum, Pilzsukzession, Ambrosiapilz, holzzerstörender Pilz, Kompartimentierung
  • Klassifikation
    443.3, 453, 145.7x19.92, 176.1