• Titel
    Von der Standflächeneffizienz der Bäume zur Dichte-Zuwachs-Beziehung des Bestandes : Beitrag zur Integration von Baum- und Bestandesebene
  • Paralleltitel
    From the growing area efficiency of individual trees to the density-growth relationship of stands. Contribution to an integration of tree and stand level research = Sur l 'efficience de l 'espace disponible pour les arbres sur la correlation densite-croissance. Contribution d l'integration au niveau de l 'arbre et a celui du peuplement
  • Verfasser
    Hans Pretzsch (*)
  • Erscheinungsort
    Frankfurt am Main
  • Verlag
    Sauerländer Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2006
  • Illustrationen
    8 Abb., 1 Tab., 43 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    621
  • Datensatznummer
    200135415
  • Quelle
    Allgemeine Forst- und Jagdzeitung 2006, 177(10/11); S. 188-199
  • Abstract
    Der Standraum-Durchforstungsversuch zur Fichte, Fürstenfelbruck 612, eignt sich dafür, den Effekt unterschiedlicher Dichten von der Bestandesebene über den Mittelstamm bis hin zur Standflächeneffizienz des Einzelbaumes zu verfolgen. Dichteabsenkungen bis auf 20% des maximalen Stand Density Index beeinflussen das Größenwachstum so stark, dass dicht und licht gehaltene Bestände im Alter von 32 Jahren völlig unterschiedliche Entwickungsstadien widerspiegeln Die flächenbezogene Biomassenproduktion folgt dagegen bei Dichtereduktion einer unimodalen Optimumbeziehung mit breitem Sattel. In dichten Beständen nimmt die Standflächeneffizienz mit zunehmender Standfläche zu und erreicht Spitzenwerte. Allerdings dominieren in solchen Beständen kleine Bäume, nur wenige große Bäume schöpfen die hohe Standflächeneffizient aus. Die flächenbezogene Zuwachsleistung wird durch die vielen kleinen ineffizienten Bäume gemindert. Wird das Baumwachstum durch niedrigere Anfangsbaumzahlen oder Durchforstung beschleunigt, so nimmt zwar die Standflächeneffizienz ab, da viele Bäume mit mittlerer Effizienz vorkommen, erbringen solche Bestände aber maximale Flächenleistung. Wird die Standfläche weiter erhöht, lassen deutlich rückläufige Standflächeneffizienz und rechtssteile Häufigkeitsverteilung den flächenbezogenen Zuwachs sinken. Die aufgedeckte Elastizität der Ressourcenerschließung und Biomassesallokation verschafft Jungbeständen eine große Zuwachsresilienz bei natürlichen Störungen und waldbaulichen Eingriffen. Die Relevanz der aufgedeckten Elastizität von Ressourcen- und Zuwachsallokation für die Populationsdynamik und Pflanzenproduktion wird diskutiert.
  • Schlagwörter
    Picea abies, Standraumversuch, Durchforstungsversuch, Bestandesdichte, Standraumeinfluss, Bestandeszuwachs, Zuwachssteigerung, Biomasseproduktion, Risikostreuung
  • Klassifikation
    568, 562.22, 537, 174.7