• Titel
    Entscheidungsunterstützungssystem Waldfunktionen : Biodiversitätsveränderungen beim Waldumbau im Solling
  • Verfasser
    Swen Hentschel (*)
  • Erscheinungsort
    Trippstadt
  • Verlag
    Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz
  • Erscheinungsjahr
    2005
  • Illustrationen
    12 Abb., 8 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    14170
  • Datensatznummer
    200132621
  • Quelle
    15.Tagung Freiburg, 09. und 10. Oktober 2003, 16. Tagung Freising, 04. und 05. Oktober 2004 Deutscher Verband Forstlicher Forschungsanstalten, Sektion Forstliche Biometrie und Informatik; S.103-119
  • Abstract
    Mit dem "Entscheidungsunterstützungssystem Waldfunktionen" soll ein Instrument geschaffen werden, welches zur Unterstützung einer nachhaltigen multifunktionalen Forstwirtschaft auf betrieblicher und regionaler Ebene eingesetzt werden kann. Es ist geplant, ein interaktives Computerprogramm aufzubauen, welches sowohl auf Funktionen des Einzelbaumwachsstumssimulators BWINPro (TreeGroSS) als auch auf ausgewählte Routinen geographischer Informationssysteme zurückgreifen kann. Für das Programm selbst soll ein objetorientierter Ansatz verfolgt werden, so dass die Möglichkeit gegeben sein wird, sowohl alternative Waldbehandlungskonzeote als auch zusätzliche - bestimmte Nutzerpräferenzen beschreibende Indikatoren - modular in das System zu integrieren. Mit dem System zur Entscheidungsunterstützung sollen folgende Bereche abgedeckt werden: Formalisierung und Quantifizierung einzelner Forderungen an den Wald; Feststellung des Zielerreichungsgrades für einzelne Forderungen; Darstellung der Auswirkungen veränderter Bewirtschaftungskonzeote auf den Zielerreichungsgrad einzelner Nutzerpräferenzen; Aufdeckung von Konfliktbereichen zwischen Interessengruppen. Zielgruppe sind die Waldbesitzer udn die an der Nutzung des Waldes interessierten gesellschaftlichen Gruppen. Untersuchungsgebiete sind der Niedersächsische Sollung und die Lüneburger Heide, wobei in der gegenwärtigen Phase der Modellentwicklung nur mit Testdaten aus dem Solling gearbeitet wird. Es wurden vier forstliche Managementstrategien definiert, die innerhalb des DSS modelliert werden sollen. Sie unterscheiden sich in den langfristigen Waldentwicklungszielen vor allem in der Baumartenzusammensetzung, damit auch im Nadelwaldanteil (hauptsächlich Fichte und Kiefer) bzw. Laubwaldanteil (Buche, Eiche) sowie in den Anteilen von Rein- und Mischbeständen. Weitere Unterschiede resultieren aus veränderter waldbaulicher Bestandesbehandlung im Zusammenhang mit der Verjüngung, der Bestandespflege und den Holzerntemethoden. Beide - die Waldentwicklungsziele und die Bestandespflege - beeinflussen die Biodiversität sowohl auf Bestandes- als auch auf Landschaftsebene.
  • Schlagwörter
    Entscheidungsunterstützungssystem, Waldfunktion, Waldumbau, Biodiversität, Solling
  • Klassifikation
    624.3, 907.1, [430]