Titel
Fehlerrechnung in der Baumkontrolle? : Ungenauigkeiten bei Baummessungen beachten
Verfasser
Erscheinungsort
München
Verlag
DLV
Erscheinungsjahr
2005
Illustrationen
7 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
4223
Datensatznummer
200127899
Quelle
AFZ-Der Wald 2005, 60(24) : Deutscher Forstverein : Betriebswirtschaft II : Baumpflege; S. 1325-1328
Abstract
Messungen natürlicher Größen sind zwangsläufig gewissen Ungenauigkeiten unterworfen. Wer Messungen am Baum ausführt und daraus Schlussfolgerungen über die Sicherheit zieht, muss den kompletten Rechengang einschließlich aller Annahmen und Voraussetzungen sowie die mit den Messungen verbundenen und im Endergebnis enthaltenen Ungenauigkeiten nachvollziehbar darlegen. Sonst ist die Beurteilung wertlos und hat auch keinen juristischen Bestand, denn sie widerspricht nicht nur wissenschaftlichen Grundregeln, sondern auch den u.a. in der DIN beschriebenen und allgemein anerkannten Regeln der Technik. Bei der Berechnung des Höhe-Durchmesser-Verhältnisses von Bäumen (h/d) ist demnach in der Praxis mit durchschnittlichen prozentualen Fehlerschwankungen von mindestens +/- 15% zu rechnen, beim h/d-Verhältnis von Ästen deutlich mehr, wie auch beim Verhältnis von Restwandstärke zu Radius (t/r). Bei der Windlastermittlung liegt die naturgegebenen Schwankungsbreite bei weit über +/- 100%. Wer aus naturgemäß ungenauen Messungen und Berechnungsergebnissen "exakte" Aussagen über Sicherheit und Zukunft eines Baumes ableitet, verstößt nicht nur gegen Vorschriften, sondern täuscht darüberhinaus auch den Auftraggeber.