Titel
Eine Andosol-Braunerde Toposequenz auf Granit in der böhmischen Masse
Verfasser
Bruno Delvaux (*)
Friederike Strebl (*)
Emmanuel Maes (*)
Adrien J. Herbillon
Vincent Brahy
Martin H. Gerzabek
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Österreichische Bodenkundliche Gesellschaft
Erscheinungsjahr
2005
Illustrationen
1 Abb., 7 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
5393
Datensatznummer
200122352
Quelle
50 Jahre Österreichische Bodenkundliche Gesellschaft "Boden und Gesellschaft" : Jahrestag der Österreichischen Bodenkundlichen Gesellschaft; S. 111-116
Abstract
In Europa kommen nicht-alophanische Andosole in feucht-kühlen Hochland-Landschaften mit variszischen basischen und metabasischen Ausgangsgestein vor. Die Untersuchung von Waldbodenprofilen aus dem südwestlichen Waldviertel (Weinsberger Wald: Seehöhe 930 m; 914 mm jährlicher Niederschlag, 5,4°C mittlere Jahrestemperatur; Fichten-Buchen-Mischwald) ergab eine Andosol-Braunerde Topo-Sequenz (Plateau-Hang), die sich auf variszischen grobkörnigem Granit entwickelt hat. Beide Böden sind von einer dicken Auflageschicht bedeckt und zeigen stark saure pH-Werte. Der Andosol vom Plateau zeigt im AB-Bw Horizont (38 cm) eine dunkel-rötlich-braune bis stark braune Färbung und alle Eigenschaften eins "andic horizon" : hoher Corg-Gehalt (90-44 g kg-1); 76-84 % des gesamten freien Eisens waren oxalat-extrahierbar, was viel höher als der oxalat-extrahierbarer Al-Anteil ist. Als Quellen für Al und Fe dienen Biotit und Plagioklas. Als wichtige Faktoren für die Bildung der Andosol-Eigenschaften scheine das kühl-humide Klima, die hohen Gehalte an organischem Kohlenstoff, eine hohe Infiltrationsrate während der Schneeschmelze sowie der hohe Anteil leicht verwitterbarer Minerale im Boden zu sein.