Titel
Holz ohne Schädigung plastisch verformen : Forschung an Fichten-Druckholz deutet auf Verformungsmechanismus ähnlich einem "Klettverschluss" hin
Verfasser
Ingo Burgert (*)
Peter Fratzl (*)
Erscheinungsort
Leinfelden-Echterdingen
Verlag
DRW-Verlag Weinbrenner GmbH & Co
Erscheinungsjahr
2004
Illustrationen
5 Abb., 15 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer Zeitschrift
Standardsignatur
4355
Datensatznummer
200111740
Quelle
Holz-Zentralblatt 2004, 130(45); S. 587
Abstract
Die Eigenschaft eines Materials, sich ohne Schädigung beträchtlich verformen zu lassen, kennt man von Metallen, die gewalzt oder geschmiedet werden können und danach genauso steif sind wie zuvor. Metalle haben dafür einen speziellen Mechanismus, bei dem so genannte Versetzungen durch das Kristallgitter gleiten, ohne den Metallkristall zu schädigen. Ähnliches ist aber in Polymer-Verbunden bisher nicht bekannt. Die Forschungen an Druckholz zeigen jedoch, dass die Matrix, welche die Zellulosefibrillen verbindet, die Fähigkeit besitzt, sich - ähnlich einem Klettverschluss - zu öffnen und in einer neuen Position wieder einzurasten. Diese bemerkenswerte Materialeigenschaft kann auch als Inspiration für die Entwicklung neuartiger biomimetischer Materialien dienen.