- TitelBesuchermanagement in einem Wildnisgebiet : Visitor Management in a Wilderness Area - Conflicting aims and possible solutions; the example of Dürrenstein, Lower Austria
- ParalleltitelZielfkonflikt und Lösungsansätze am Beispiel Wildnisgebiet Dürrenstein, Niederösterreich
- VerfasserAndreas Muhar (*)Christoph Leditznig
- Erscheinungsjahr2004
- Illustrationen5 Abb., 15 Lit. Ang.
- MaterialArtikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
- Standardsignatur14217
- Datensatznummer200109661
- QuelleNaturschutz und Landschaftsplanung 2004, 36(3) : Wiesenbrüterschutz in der Kulturlandschaft : Besucherlenkung im Wildnisgebiet Dürrenstein : Wissensmanagement in der Umweltplanung; S. 78-83
- AbstractDas Wildnisgebiet Dürrenstein in den steirisch-niederösterreichischen Kalkalpen ist das erste Schutzgebiet der IUCN-Kategorien Ia (strenges Naturreservat) und Ib (Wildnisgebiet) in Österreich. Es beinhaltet den bedeutendsten montanen Urwaldrest Österreichs, den Rothwald, mit einer für den Naturschutz äußerst wertvollen Artenausstattung. Im Zuge der Einrichtung des Schutzgebietes wurden Art und Ausmaß der touristischen Nutzung erhoben, wobei eine Methodenkombination eingesetzt wurde, welche Zählungen an Parkplätzen und an Knotenpunkten des Wegenetzes, Auswertungen von Hüttenbüchern sowie Interviews von Erholungssuchenden und lokalen Schlüsselakteuren umfasste. Es zeigte sich, dass das Gebiet trotz der Nähe zum Ballungsraum Wien vor allem von Erhlungssuchenden aus der unmittelbaren Umgebung aufgesucht wird. Die besucher sind mit dem Status quo der Infrastruktur und der Regelungen der Erholungsnutzung sehr zufrieden und gegenüber etwaigen Managementmaßnahmen sehr skeptisch eingestellt. Das Besuchermanagement für das neue Schutzgebiet wurde daher nach folgenden Prinzipien aufgebaut: Information der Besucher über den Schutzzweck, Beobachtung der Entwicklung der Erholungsnutzung, sanfte Lenkung statt Verbote, Diskussion auftretender Nutzungskonflikte mit allen Betroffenen. Seitens der Schutzgebietsverwaltung werden zahlreiche Exkursionen in das Gebiet angeboten, die von der lokalen Bevölkerung stark nachgefragt werden. Da das Wildnisgebiet Dürrenstein mit insgesamt 2 400 ha relativ klein ist, sind die Möglichkeiten einer Erweiterung touristischer Angebote innerhalb der Schutzgebietsgrenzen beschränkt. Es wird daher ein integriertes touristisches Entwicklungskonzept unter Einbeziehung der weiteren Umgebung angestrebt. Für dieses Konzept soll das Wildnisgebiet einen wichtigen Bezugspunkt, jedoch nicht Zentrum der touristischen Aktivitäten sein.
- SchlagwörterErholung im Wald, Besucherlenkung, Wildnisgebiet, Urwald, Rothwald, Dürrenstein, Niederösterreich
- Klassifikation907.2, 907.12, 228.81, [436.3]
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