Titel
Kann die Forstwirtschaft die Dimensionsstabilität von Fichtenschnittholz (Picea abies (L.) Karst.) durch eine gezielte Bereitstellung beeinflussen? : Vergleichende Analysen mittels Kovarianzstrukturmodellen
Paralleltitel
Is forestry able to influence the dimensioal stability of Norway spruce? Comparative analysis using covariance structure models = La gestion forestière peut-elle avoir une influence sur la stabilité dimensionelle des sciages d'épicéa (Picea abies (L.) Karst.) grâce à prÖparation ad hoc? Analyses comparatives à partir de modèles structurels à covariance
Verfasser
Volker Klaiber (*)
Rüdiger Mutz (*)
Ute Seeling (*)
Erscheinungsjahr
2003
Illustrationen
3 Abb., 42 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer Zeitschrift
Standardsignatur
621
Datensatznummer
200108312
Quelle
Allgemeine Forst- und Jagdzeitung 2003; 174(10/11)
Abstract
Zielsetzung der vorliegenden Untersuchung ist eine vergleichende Analyse und Quantifizierung der Einflüsse der unterschiedlichen Produktionsstufen der Erzeugung bzw. der Bereitstellung von Fichtenschnittholz auf dessen Dimensionsstabilität. In diesem Zusammenhang werden die Kombinationen ausgewählter und voneinander isoliert untersuchter Verfahrensschritte - die Wahl des günstigsten Fällzeitpunktes sowie unterschiedliche Varianten der Rundholzvortrocknung - mittels sogeannten Strukturgleichungsmodellen - Kovarianzstrukturmodellen - im Hinblick auf die Dimensionsstabilität der Kanthölzer bewertet. Die als Kombination von Regressionsanalysen und Faktorenanalysen entwickelten Strukturgleichungsmodelle dienen der Prüfung von spezifischen Kausalhypothesen - innerhalb der vorliegenden Untersuchung zur Beeinflussung der Dimensionsstabilität - durch jeweils unterschiedliche Faktoren. Dabei werden die möglichen Beziehungen zwischen den sogenannten exogenen Ursachenvariablen und den endogenen Wirkungsvariablen zunächst mittels Wirkungspfaden spezifiziert und anschließend mittels regressionsanalytischen Modellen geprüft. Über eine schrittweise Zulassung unterschiedlicher Wirkungspfade werden die Restriktionen des Modells aufgelöst und dabei der Grad der Modellanpassung anhand von Informationskriterien geprüft. Die Untersuchung hat gezeigt, dass den holzanatomischen Wuchsmerkmalen - in erster Linie der mittleren Jahrringbreite in Verbindung mit dem Anteil juvenilen Holzes - eine herausragende Bedeutung für die Trocknungsqualität des Schnittholzes zukommt. Die forstwirtschaftliche Praxis scheint jedoch auch mittels unterschiedlicher Kombinationen der einzelnen Verfahrensschritte der Holzbereitstellung - ein jahreszeitlich variierender Einschlagszeitpunkt sowie unterschiedliche Varianten der Rundholzvortrocknung - keinen statistisch abgesicherten Beitrag zur Steigerung der Dimensionsstabilität von Schnittholz leisten zu können.