Titel
Zur Bedeutung der Parasitoide beim Zusammenbruch der Schwammspinner-Gradation in Südhessen 1995
Verfasser
Horst Bathon (*)
Verena Ruppert (*)
Erscheinungsjahr
1996
Illustrationen
10 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
11970
Datensatznummer
200098521
Quelle
Schwammspinnermassenvermehrung in Südhessen 1994; Nr. 21; S. 160-169
Abstract
Untersuchungen zur Gegenspielerfauna des Schwammspinners wurden 1995 in Südhessen in Befallsgebieten der Forstaemter Lampertheim und Darmstadt fortgefuehrt. Auf Altbefallsflaechen erwies sich die Raupenfliege Parasetigena silvestris (Rob.-Des.) (Dipt., Tachinidae) als besonders effektiv. Daneben starb ein erheblicher Anteil der Raupen an einer spezifischen Kernpolyeder-Virose. In einem Neubefallsgebiet parasitierten neben Parasetigena silvestris drei Brackwespen-Arten (Glyptapantele porthetriae Mues., Glyptapanteles liparidis Bouch. und Cotesia melanoscelus Ratzeb.) die Raupen in erheblichem Umfang. In diesem Gebiet traten nur wenige Fälle der Kernpolyedrose auf. Von grosser Bedeutung für den Zusammenbruch der Gradation in allen Untersuchungsgebieten erwies sich das Nasskalte Wetter im Mai und Juni. - Bei einem erneuten Anstieg der Schwammspinner-Populationsdichte sollten frühzeitig biologische Massnahmen zur Populationsregulation ergriffen werden.