Titel
Die Anti-Erosionsfunktion der Waelder in der Slowakei
Verfasser
Körperschaft
Vyzkumny Ustav pro Zurodneni Zemedelskych pud Praha
Erscheinungsjahr
1988
Illustrationen
5 Abb., 5 Tab., 32 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
7409
Datensatznummer
200017157
Quelle
Acta Facultatis Forestalis Zvolen 1988 : Zvornik Vedeckych Prác Lesníckej Fakulty Technickej Univerzity vo Zvolene; 7; S. 137-163
Abstract
Die Anti-Erosionsfunktion der Waelder ist zwar bloss eineder fuenf partiellen Bodenschutzfunktionen, aber sie ist in den Waeldern der S SR flaechenmaessig am meisten vertreten. Die Bedeutung ihres Studiums, besonders im Zusammenhang mit den hydrischen Waldfunktionen, wird unterstrichen. Im Beitrag werden die Ergebnisse einer ca. 10jaehrigen Forschung ueber den Oberflaechenabfluss und die durch die delumetrische Methode erfassten absoluten und relativen Bodenverluste in den Waeldern der Slowakei am Beispiel von 110 Abfluss-Mikroflaechen im Rahmen von 35 Lokalitaeten eroertert (Tafel 1). Auch methodische Probleme der Untersuchung des Oberflaechenabflusses und der Bodenerosionsverluste werden eingehend besprochen. Aus den Waldbestaenden fliessen auf der Oberflaeche 0.07-5.03% der Niederschlagsmenge ab, was einer Spannweite von 22-1080 l Abfluss pro ha und Tagu entspricht. Zwischen den Bestaenden der einzelnen Waldholzarten (Fichte, Tanne, Kiefer, Laerche, Bergkiefer, Buche, Eiche, Weissbuche) kommen bis 49-fache Unterschiede vor. Der groesste Oberflaechenabfluss kommt im Durchschnitt aus den Kieferbestaenden vor. Der groesste Oberflaechenabfluss kommt im Durchschnitt aus den Kieferbestaenden, der geringste aus den Tannenbestaenden, im ganzen fliesst weniger Wasser aus den Nadelholzbestaenden und mehr aus den Laubholzbestaenden ab. Der Oberflaechenabfluss aus Bergkiefer- und Fichtenbestaenden weist die geringste durchschnittliche Truebung auf, die groesste Truebung kennzeichnet den Abfluss aus Weissbuchenbestaenden (Tafel 2). Der Oberflaechenabfluss aus dem Wald ist am groessten im Sommer, am kleinsten im Winter (Tafel 3). Die Bodenverluste durch Erosion aus den Waldbestaenden der SSR (insbesonders absolute Bodenverluste, die bis in die Fluesse abgeschwemmt werden) sind nur niedrig - von 1 bis 61 kg.ha-1.Jahr-1, im Durchschnitt fuer die SSR 2 1 kg. Auch die relativen Bodenverluste erreichen groesstenteils nicht die Grenze der ertraeglichen Erosion (Tafel 4). Ihr anorganischer (mineralischer) Anteilschwankt im Durchschnitt zwischen 16 und 806 kg.ha-1.Jahr-1. Ihre zeitliche Verteilung ist identisch mit der Verteilung des Oberflaechenabflusses (Tafel 5). Auf Grund des Vergleiches mit dem berechneten potentiellen Bodenabtrag kann festgestellt werden, dass die Waldbestaende der SSR die Abschwemmung von absolutenBodenverlusten durch Erosion nur im durchschnittlichen Ausmass von ca. 0,08% (in der Bergkiefer- Zone nur 0,02%) der potentiellen Abtragung des Waldbodens zulassen. Das zeugt im allgemeinen von ihrer hohen Anti-Erosionswirksamkeit. Dieseist jedoch stellenweise durch grossflaechige Kahlschlaege, besonders aber durch ungeeignete Bringungstechnologien in den Waldbestaenden beeintraechtigt; auch der Bau von (unbefestigten) Erdwegen, von Skipisten und Liften wirkt sich unvorteilhaft aus.