• Titel
    Schwermetalldynamik in Müllkompostversuchen auf Forststandorten des Pfälzerwaldes
  • Verfasser
    Claus Eberhard Grüneklee (*)
    Karl Günter Kern (*)
    W. Moll (*)
  • Erscheinungsjahr
    1989
  • Illustrationen
    4 Tab., 32 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    621
  • Datensatznummer
    200001124
  • Quelle
    Allgemeine Forst- und Jagdzeitung 1989; 160 (2/3); S. 32-39
  • Abstract
    1978 wurden auf Forststandorten des Pfälzerwaldes 5 Düngungsversuche mit 400 m3/ha und 800m3/ha eines nach Tabelle 1 überdurchschnittlich mit Schwermetallen belasteten Müllkompostes angelegt. In allen Versuchen sind nicht behandelte Kontrollparzellen ausgewiesen. Bei den Beständen handelt es sich um ein Kiefern-Altholz(M1), eine Kiefern-Kultur(M2), ein Buchen- Kiefern-Altholz(M4), ein Kiefern-Buchen-Altholz(M5) und eine Douglasien-Kultur(M3). Sie stocken auf flach- bis mittelgründigen, nährstoffarmen Braunerden und Braunerden-Podsolen des Hauptbundsandsteins. Es wird in der vorliegenden Arbeit die Dynamik der Schwermetalle Pb, Cd, Zn, Cu, Cr und Ni nach 8 Jahren Versuchsdauer beschrieben. Analysenmethoden sind der Totalaufschluss mit HF/HCIO4/HNO3, EDTA-Extraktion und NH4-Acetat- Extraktion. Analysiert wurden Proben des bei Versuchsanlage archivierten Müllkompostmaterials und des Müllkompostes nach 8 Jahren im Gelände, Auflagehorizonte und der Mineralboden auf den Kontrollparzellen und den gedüngten Flächen (Tab. 4 für PB). Die Gesamtgehalte aller untersuchten Elemente haben sich im Müllkompost nach 8 Jahren i.D. vermindert, im Mineralboden und in den Auflagehorizonten erhoeht. Die prozentuale EDTA-Extrahierbarkeit der untersuchten Schwermetalle ist - ausser bei Cd und Cr - im Muellkompost gestiegen. Ebenso hat sich - ausser bei Pb und Ni in 0 cm bis 25 cm Tiefe - der EDTA-extrahierbare Anteil im Mineralboden der behandelten Fichte vergrössert, das heisst, die Verfügbarkeit ist gestiegen. Auf den Müllkompostflächen haben sich neue Auflagehorizonte gebildet, die für Zn, Cr und Ni eine verminderte, für Cu und Pb eine gleichbleibende und für Cd eine gestiegene EDTA-Extrahierbarkeit aufweisen. Der Anteil der mit NH4-Acetat austauschbaren Schwermetalle hat im Müllkompost durch Auswaschung stark abgenommen, in den unter dem Kompost liegenden Horizonten meist zugenommen. Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Verfügbarkeit der Metalle im Müllkompost hat sich im Verlauf von 8 Jahren Versuchsdauer erhöht, sie wurden in den Wurzelraum transportiert, durch die Pflanze aufgenommen und gelangten mit dem Streufall wieder auf die Fläche. Die nachfolgende Festlegung mancher Elemente in der organischen Substanz verhindert vorerst Verlagerung in grössere Bodentiefen, kann jedoch dort schon negativen Einfluss auf die optimale Streuzersetzung haben.
  • Schlagwörter
    Düngungsversuch, Müllkompost, Schwermetallgehalt, Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer, Nickel, Zink, Mobilität, Pinus sylvestris
  • Klassifikation
    237.4, 114.268, 114.521.3, [430.1]