Titel
Stressphysiologische Charakterisierung von Fichtenbeständen mit Hilfe von Kennwerten der Clorophyllfluoreszenz : Endbericht
Verfasser
H.R. Bohlhar (*)
Martin Götzl
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft
Erscheinungsjahr
1990
Material
Monographie
Standardsignatur
16593
Datensatznummer
170090
Abstract
Waldbestände und Einzelbäume sind einem wechselnden Belastungsmuster von natürlichen und in neuerer Zeit auch vermehrt, anthropogen bedingten Stressoren ausgesetzt. Die Reaktion auf die Stressorenkombinationen sind diurnalen, annuellen und ontogenetischen Variationen unterworfen, sodaß auch bei gleichem Stressorenmuster in den Bäumen recht unterschiedliche Streßniveaus induziert werden können. Jede Pflanze besitzt Möglichkeiten Streß zu kompensieren. Dabei wird zwar Energie verbraucht, es kommt aber noch zu keiner nachhaltigen Schädigung von Strukturen oder Funktionen. Wird jedoch die Streßkompensationsfähigkeit überschritten, werden zuerst Einzelreaktionen und in weiterer Folge ganze Funktionskomplexe gestört. Bei wiederholtem Auftreten solcher Streßsituationen werden die Erholungsphasen zu kurz und es kommt zu einer permanenten Überforderung des physiologischen Möglichkeiten der Pflanze Streß zu kompensieren. Dadurch können direkt oder indirekt die unterschiedlichsten Schadbilder zur Entwicklung kommen.