Titel
Lawinenunfälle in Österreich Winter 2009/2010
Verfasser
Peter Höller (*)
Hanno Bilek
Erscheinungsort
Innsbruck
Verlag
Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
S. 161-198
Illustrationen
2 Abb., 2 Tab.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
10744S
Datensatznummer
169596
Quelle
Sicherheit im Bergland : Jahrbuch
Abstract
Der Winter 2009/2010 war von überdurchschnittlich vielen Todesopfern gekennzeichnet. Insbesondere in der ersten Februarwoche gab es eine signifikante Häufung von Unfällen mit Todesopfern (über die Häufung der Unfälle siehe unten). Der Dezember 2009 war geprägt von einem Kaltluftvorstoß im zweiten Drittel des Monats, wodurch die Mitteltemperaturen an vielen Orten deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt lagen. Besonders niederschlagsreich war es im Süden, hingegen war die Alpennordseite von unterdurchschnittlichen Niederschlägen gekennzeichnet. Auch der Jänner 2010 war insgesamt zu kalt (österreichweit um 1,5 °C). Während im Osten des Bundesgebietes die Niederschlagsmengen teilweise deutlich über dem Durchschnitt lagen, verlief der Jänner im Westen und Süden zu trocken. Im Februar 2010 war es bis zur Monatshälfte ausgesprochen kalt; danach stiegen - infolge einer föhnigen Südströmung - die Temperaturen deutlich an. Der Februar war in den meisten Regionen Österreichs zu trocken, lediglich im Süden gab es reichlich Schnee. Der März begann zunächst recht kalt, zur Mitte des Monats brachten dann Luftmassen aus West und Süd deutlich frühlingshafte Temperaturen. Insgesamt war auch der März niederschlagsarm; in vielen Teilen des Bundesgebietes lagen die Werte unter dem Durchschnitt. Die Temperaturen im April lagen im Durchschnitt, gegen Ende des Monats war es -insbesondere im Osten beinahe schon frühsommerlich warm. Im Westen und Süden war es deutlich zu trocken, während der Osten deutlich mehr Niederschlag erhielt.