Titel
Walddynamik in Mischwäldern des Nationalparks Hainich : Untersuchung der Mechanismen und Prognose der Waldentwicklung
Verfasser
Körperschaft
Universität Göttingen. Forschungszentrum Waldökosysteme
Erscheinungsort
Göttingen
Verlag
Universität Göttingen. Forschungszentrum Waldökosysteme
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
120 S.
Illustrationen
29 Abb., zahlr. Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
12164
Datensatznummer
134772
Quelle
Berichte des Forschungszentrums Waldökosysteme. Reihe A; 196
Abstract
Im Rahmen dieser Studie wurde die dreidimensionale Bestandesstruktur naturnaher artenreicher Mischbestände auf vier Untersuchungsflächen von je 0.64 ha Größe am Ostrand des Nationalparks Hainich untersucht. Vor dem Hintergrund, dass es sich bei den untersuchten Beständen um Laubmischwälder innerhalb des natürlichen Buchenareals handelt, wurde der Frage nachgegangen, ob die derzeitige Bestandesstruktur Rückschlüsse darüber zulässt, ob es mittelfristig zu einer Entmischung der artenreichen Wälder kommen wird, indem die Buche ihre natürliche Vorherrschaft zurückgewinnt. Neben einer vollständigen Kartierung der Kronenflächen, Verjüngungsaufnahmen und Bestimmung des artspezifischen Totholzvolumens erfolgten vertiefende Untersuchungen zur horizontalen und vertikalen Besetzung des Kronenraums, der Nachbarschaftsinteraktion im Kronenraum (Trieblängenrückmessungen, Strahlungsmessungen und Aststellungsanalyse) und zum Wuchsverhalten (dendroökologische Jahrringanalyse) der Rotbuche, sowie der drei weiteren, häufig vertretenen Baumarten Esche, Hainbuche und Winterlinde. Fläche 1 und 2 waren in der Baumschicht stark von Linden dominiert (47% bzw. 57% der Bäume >7cm BHD). Die Verjüngung setzte sich zum größten Teil aus Esche (57% bzw. 65%) und Ahorn zusammen. Winterlinden verjüngten sich meist vegetativ durch Stockausschläge, Buchenjungpflanzen waren kaum vertreten. Am Totholzvorkommen hatte die Buche jedoch auf Fläche 2 mit 26% einen überproportional hohen Anteil (Anteil an der Baumschicht: 7%). Auf Fläche 3 waren die Anteile an der Baumschicht wie am Totholz ausgeglichener, doch auch hier dominierten Esche und Ahorn die Verjüngung. Dies galt auch für die von Buchen dominierte Fläche 4 (52%). Auch hier war der Anteil der Buchenverjüngung mit knapp 6% sehr gering. Die räumliche Verteilung der Jungpflanzen zeigte sich unabhängig von der Verteilung der Altbäume der gleichen Art und auch von der relativen Beleuchtungsstärke am Waldboden.