Titel
Untersuchungen über den Wärmehaushalt von Pflanzen in Verbindung mit phänometrischen Messungen
Verfasser
Erscheinungsort
Leipzig
Verlag
Akademische Verlagsgesellschaft Geest & Portig
Erscheinungsjahr
1959
Seiten
246 S.
Illustrationen
44 Abb., 93 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
6320
Datensatznummer
100901
Quelle
Veröffentlichungen des Instituts für Agrarmeteorologie der Karl-Marx-Universität Leipzig; Bd. I, Heft 4
Abstract
Die vorliegenden Untersuchungen bewegen sich auf einem Grenzgebiet zwischen angewandter Meteorologie und Pflanzenphysiologie und zeigen die großen Schwierigkeiten auf, die bei derartigen Problemen sowohl in methodischer als auch in meßtechnischer Art auftreten. Es genügt nicht, die Atmosphäre in ihrem Geschehen zu analysieren und quantitativ zu bestimmen oder unter idealisierten Bedingungen die Stoffproduktion der Pflanzen zu studieren, sondern es ist notwendig, die Gesetze der Wechselwirkung zwischen Witterung Pflanzenwachstum aufzustellen. Um zu einem umfassenden Bild oder zu einer Modellvorstellung dieses Geschehens zu kommen, muß erst einmal die Vielzahl der Erscheinungsformen der Wechselbeziehung entdeckt und bestimmt werden, wozu die vorliegende Arbeit nur ein bescheidener Beitrag sein kann. Es wurden die verschiedenen Methoden der Phänometrie erprobt und angewandt, und die Vielzahl der beobachteten Testorgane brachte die Erkenntnis, daß die Meßtechnik jedem Meßobjekt speziell angepaßt werden muß, was die serienmäßige Herstellung "phänometrischer Meßgeräte" zur Zeit noch unmöglich macht. Günstiger liegen die Dinge dann, wenn man sich auf Grund der bisher gesammelten Erfahrungen für die Beobachtung einiger weniger Meßobjekte entschließt, die dann an mehreren Stellen unter einheitlichen Gesichtspunkten mit gleichem Instrumentarium in ihrem Wachstum verfolgt werden. Neben den phänometrischen Messungen müssen dann das Bestands- und das Pflanzenklima erfaßt werden, und es ist dringend erforderlich, sich im Rahmen der Grundlagenforschung damit zu beschäftigen, womit und an welcher Stelle das Bestandsklima beobachtet werden soll.